Übersetzen ist wie Tanzen -
beides lebt von der Kunst, so mit der Schwerkraft zu spielen,
dass daraus Leichtigkeit entsteht.
[NEU] Sara
Zarr: Nichts bleibt
Aufbau 2012
„Wunder
passieren nur in Buntglasfenstern oder vor Tausenden von Jahren auf staubigen
Jerusalemer Straßen. Nicht hier, nicht uns. Nicht, wenn wir sie brauchen.“ Sam
ist die Tochter des beliebten Pastors im Ort – ein Übervater,
der alles richtig macht. Dabei ist in der Familie nichts wirklich in Ordnung:
Sams Mutter landet in der Entzugsklinik. Neben dem stets vorbildlichen,
charismatischen Ehegatten ist es schwer zu bestehen, nicht nur für
die Mutter, sondern auch für Sam. Gerade als Sam ihr komplettes Leben
hinterfragt, passiert etwas, das ihre Aufmerksamkeit erfordert: Die Schwester
ihres Schwarms Nick verschwindet. Nach und nach geraten alle, selbst Nick
und Sams Vater, unter Verdacht. Auf der Suche nach Antworten findet Sam
viele Wahrheiten über das Leben.
[NEU] Bernard
Cornwell: Der Bogenschütze
Rowohlt 2012
Am
Ostermorgen 1342 wird ein englisches Küstendorf von vier französischen
Schiffen überfallen, angeführt von einem geheimnisvollen schwarzen
Ritter, der sich „Harlekin“ nennt. Schnell brennt der ganze
Ort, und aus der Kirche wird ein Schatz gestohlen: eine alte Lanze, sie
soll Sankt Georg gehört haben, dem Schutzheiligen der englischen Könige.
Als einer der wenigen überlebt Thomas, der Sohn des Pfarrers. Sein
Vater verrät ihm im Sterben, dass der Mann in Schwarz ein Verwandter
ist. Thomas schwört, den Frevel zu rächen. Doch er ahnt nicht,
auf was für ein Wagnis er sich einlässt. Denn sein Feind scheint
die mächtigste Waffe des Christentums zu besitzen: den Heiligen Gral.
[NEU] Louisa
Young: Eins wollt ich dir noch sagen
List 2011
Erster
Weltkrieg. Der junge Riley meldet sich freiwillig an die Front. Er findet
sich wieder im Wahnsinn des Krieges. Nur die Briefe seiner großen
Liebe Nadine halten ihn am Leben. Dann wird Riley schwer verwundet und löst
unter einem Vorwand die Verlobung. Nadine, am Boden zerstört, lässt
sich als Lazarettschwester nach Frankreich versetzen und hofft, Riley dort
zu vergessen. Es gelingt ihr nicht ...
[NEU] Eoin
Colfer: Artemis Fowl − Der Atlantis-Komplex
List 2011
Was
ist los mit Artemis? Die Elfe Holly erkennt den legendären Meisterdieb
nicht wieder. Er ist plötzlich abergläubisch und zwanghaft auf
die Zahl Fünf fixiert. Außerdem hat er sich unsterblich in Holly
verliebt und lässt keine Gelegenheit aus, ihr seine Gefühle zu
gestehen. Damit treibt er sie in den Wahnsinn. Doch es kommt noch schlimmer:
Ein rachsüchtiger Superganove greift die unterirdische Stadt Atlantis
an. Nun hängt alles von Holly ab.
[NEU] Blue
Balliett: Der fünfte Spieler
Aufbau 2011
Zoomy
trägt Brillengläser so dick wie hausgemachte Haferkekse. Wenn
er „flatterbibbrig“ wird, tippt er sich das Kinn wund. Zum Glück
hat er Gam und Gumps, seine Großeltern. Und seine Listen, die dafür
sorgen, dass ein großes Kuddelmuddel zusammenschrumpft und sich benimmt.
Doch dann gerät alles durcheinander. Sein lang verschollener Vater
taucht auf, und Zoomy findet bei ihm ein altes Notizbuch, das jemandem gehört
haben muss, der auf der Beagle gesegelt ist! Und es scheint einige Leute
zu geben, die alles riskieren würden, um dieses Buch in ihren Besitz
zu bringen ...
Ingrid
Betancourt: Kein Schweigen, das nicht endet
Droemer 2010 (Übs. zusammen mit Maja Ueberle-Pfaff und Elisabeth Liebl)
Sie
wollte Präsidentin von Kolumbien werden. Sie wollte ihr zerrissenes
Land versöhnen. Der Korruption hatte sie den Kampf angesagt, sie galt
auch im Ausland als Hoffnungsträgerin − bis Ingrid Betancourt
am 23. Februar 2002 von der linksgerichteten Rebellenarmee FARC entführt
wurde. Tief in den kolumbianischen Dschungel verschleppt, war sie sechseinhalb
Jahre lang der Willkür der Geiselnehmer ausgeliefert. Nun bricht Ingrid
Betancourt ihr Schweigen. Sie setzt sich der Erinnerung an die Jahre voller
Schrecken aus, die sie immer wieder an die Grenzen ihrer Leidensfähigkeit
und ihrer Widerstandskraft führten. Ingrid Betancourt legt Zeugnis
ab über das, was ihr angetan wurde: wie sie mehrfach zu fliehen versuchte
und wie sie unter immer weiter verschärften Bedingungen überlebte.
Sie schildert die dramatischen Umstände und das zunächst kaum
fassbare Glück der Befreiung, schreibt von den bewegenden Momenten,
als sie nach mehr als sechs Jahren ihre beiden inzwischen herangewachsenen
Kinder in die Arme schließen konnte.
Kein Schweigen, das nicht endet ist eine große literarische Auseinandersetzung
mit dem Leben an sich: mit Gut und Böse, mit der Angst und der Hoffnung
und woher der Wille zu überleben rührt. Es ist eine aufrüttelnde
Antwort auf die Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein.
Morgan
Callan Rogers: Rubinrotes Herz, eisblaue See
Mare 2010
Ein
Fischerdorf an der Küste Maines, am nordöstlichsten Zipfel der
USA. Dicht an dicht schmiegen die Häuser sich an die Granitfelsen.
Florine lebt geborgen bei ihren Eltern und ihrer Großmutter inmitten
der Gemeinschaft der Familien, die hier seit Generationen auf Hummerfang
gehen. Die kleinen Reibereien zwischen ihrer lebenshungrigen Mutter Carlie
und dem bodenständigen Vater können das Leben der Elfjährigen
nicht ernsthaft erschüttern. Bis Carlie eines Tages spurlos verschwindet.
Alle Nachforschungen scheinen ins Leere zu laufen. Die Frage, ob ihre Mutter
Opfer eines Verbrechens wurde oder freiwillig ging, wird Florine in den
folgenden Jahren ständig begleiten. Und sie muss mit der Zumutung fertig
werden, dass das Leben um sie herum trotzdem weitergeht: Ihr Vater bandelt
wieder mit seiner Jugendliebe an, ihre Großmutter altert zusehends,
und ihr bester Freund hat nur noch Augen für seine neue Freundin. Doch
Florine lässt sich nicht beirren und gibt das Warten auf die Rückkehr
der Mutter nicht auf. Schlagfertig und mit einem ganz eigenen Humor erzählt
sie davon, was es heißt, sich treu zu bleiben und sein Glück
zu finden.
Colin
Beavan: Barfuß in Manhattan
Kiepenheuer 2010
Eigentlich
sind die Beavans eine ganz normale New Yorker Familie − bis Colin
und seine Frau Michelle sich zu einem radikalen Selbstversuch entschließen:
keine Haushaltsgeräte, keine Transportmittel außer dem Fahrrad,
kein Fahrstuhl, keine Nahrungsmittel, die mehr als 400 Kilometer zurückgelegt
haben. Schließlich verzichten sie sogar auf Strom. Müll soll
möglichst gar keiner verursacht werden − und wenn, wird er auf
dem Wohnungskompost entsorgt. Ohne übertriebenen Missionierungseifer,
sondern mit Witz und Nachsicht zeigt Beavan einen Weg, unsere Welt besser
zu machen, und dass ein bewusster Umgang mit Konsum und Energie nicht weniger,
sondern mehr Glück und Lebensqualität bedeutet.
